| Die Entdeckung des Wildpferdes 1879 durch Nikolaj Michajlowitsch Przewalski in der Mongolei bedeutete eine zoologische Sensation. Bis dahin glaubte man, dass die Stammform des Hauspferdes ausgestorben sei. Das Wildpferd lebte am Ende des 19. Jahrhunderts nur noch im chinesisch-mongolischen Grenzgebiet. Sofort nach der Entdeckung bemühten sich Zoos und Tierparks, Tiere lebend zu erhalten.
Hagenbeck in Hamburg schickte 1901 und 1902 zwei Expeditionen in die Mongolei, die 39 Fohlen - von ursprünglich 62 - lebend nach Europa brachten. Diese Tiere bildeten den Grundstock für die Zucht in Gefangenschaft. Bis 1990 stieg die Zahl der Wildpferde in Zoos und Tierparks auf 900 Tiere an, die jedoch alle von nur rund einem Dutzend wilder Przewalskipferden abstammen. Die letzten wildlebenden Tiere wurden 1968 beobachtet.
Das ausgestellte Präparat ist eine Rarität. Es ist ein Fohlen aus der Hagenbeckschen Expedition von 1901/02. Die Fohlen wurden gefangen, indem man mit Hauspferden die Wildtierherden verfolgte, bis die Fohlen ermattet zurückblieben und gefasst werden konnten. Seit einigen Jahren laufen Versuche, Przewalskipferde wieder an das Leben in der Freiheit zu gewöhnen und sie wieder anzusiedeln.
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