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Vor 250 Millionen Jahren:
das grösste Massenaussterben
Rund 100 ausgestellte Fossilien spiegeln die Vielfalt mariner Tiere vor dem grössten aller Massenaussterben wider und dokumentieren für manche eine geradezu explosionsartige Erholungsphase nach der Katastrophe, insbesondere bei den Ammonoideen. Gigantische Mengen von Vulkangesteinen dieses Alters aus Sibirien legen extremen Vulkanismus als Ursache für die Auslöschung von 90% aller Arten nahe. Unter dem Mikroskop gilt es winzige Fossilien vom Beginn des neuen Erdzeitalters, der Trias, zu betrachten. Leitfossilien dafür sind Conodonten, «Zähnchen» von Hindeodus parvus, einer ursprünglichen Wirbeltierart. Während die reiche Fauna der Trilobiten ganz verschwand, überlebten die Seelilien und die einst meterhohe Riffe bildenden Moostierchen mit wenigen Arten. Auch die urtümlichen Korallen des Paläozoikum starben aus und wurden erst 10 Millionen Jahre später durch die modernen Korallen ersetzt. Von den vielen Seeigeln blieb nur eine Gattung übrig, aus der sich alle späteren Vertreter ableiten lassen. Die Muscheln blühten dank dem Aussterben vieler Armfüsser auf. Fische und Reptilien waren vom Massenaussterben wenig betroffen, wie eine Skelettmontage von Lystrosaurus aus der frühen Trias von Südafrika und Originalfossilien aus der mittleren Trias des Monte San Giorgio belegen.
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